Dienstag, 2. April 2013

Zufall.

Es ist immer das fällige, was uns zufällt. Vielleicht ist das so. Vielleicht fällt uns aber das fällige nicht im richtigen Moment zu. Verliebt sein. So richtig. An nichts anderes denken können, an nichts anderes denken zu wollen. Das ist vielen ein Unbekanntes Gefühl, wobei viele sich vormachen verliebt zu sein, sie sind nur verliebt darin verliebt zu sein. Ich kenne das nur zu gut. Und dann kommst du, bist eigentlich schon lange da, direkt vor meinen Augen. Und plötzlich bist da nur noch du, und ich frage mich wie ich das solange nicht sehen konnte. Dich nicht sehen konnte. Jetzt habe ich dich gesehen und gedacht du bist das fällige für mich. Du hast gesagt, du magst mich, du kannst es ebenso wenig ausdrücken wie ich, ich mag dich, das heißt bei mir nur, dass ich nicht weiß wie man das anders sagt. Du bleibst nicht, hast du gesagt, du gehst zurück nachhause, du bist einsam hier, verloren, festgefahren in dieser riesigen, erdrückenden, depressiven, stagnierenden Stadt. Deine Zukunft liegt woanders. Ich möchte deine Zukunft sein. Wirklich. Ich habe Jahre damit verbracht eine riesige Mauer aus Steinen um mein Herz zu bauen. Du hast alle Steine mit einem mal fallen lassen. Und nun steh ich da, ungeschützt und nackt, hilflos und handlungsunfähig. Mit meinem Herz in der Hand. Natürlich ist es nur fällig was mir mit dir zufällt, ändern tut es nichts, wir werden nie eins seien. Du gehst zurück. Ich gehe in den Wald. Steine sammeln.